| Meine Frösche Wie alles begann |
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| Eigendlich wollte ich nur ein Terrarium für einige meiner Orchideen einrichten und benötigte dafür noch eine Beleuchtung.
Suchte danach in einem Zoogeschäft - fand aber zuerst nicht das passende. Dort sah ich einen kleinen grünen Frosch, der in einem 20cmx20cm Würfel saß. D.h. eine
Verkäuferin machte mich auf ihn aufmerksam - weil sonst hätte ich ihn gar nicht gesehen. Leider wusste sie nicht, was dies für ein Fröschlein ist
und meinte nur, er wäre sehr anspruchlos, lieb und pflegeleicht. Da er zusätzlich auch noch sehr günstig war, nahm ich ihn mit und setzte Ihn daheim zu meinen Orchideen.
Mein Freund durfte dann einen Namen aussuchen - "Manfred" sollte er heißen.
Manfred ist ca 2,5cm groß (klein), hat einen weißen Bauch mit dunklen Flecken drauf und einen grünen Rücken (Hyperolius fusciventris burtoni), ist nachtaktiv und frisst nur lebende Fliegen. Natürliche versuchte ich sofort herauszubekommen was ich mir da angelacht hatte und fand übers Internet heraus, dass ich es mit Manfred wohl mit einem Riedfrosch zu tun hatte. Diese kommen aus Afrika und leben in den Ästen von Büschen oder niedrigen Bäumen. Eine Mindest-Terrarienhöhe von 60cm soll bei der Haltung dieser Tiere eingehalten werden. Da mein Terrarium für die Orchideen gerade mal 30cm hoch war, musste schleunigst ein Neues her. |
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Ein weiterer Grund für das neue Terrarium war auch, dass ich las, dass man weiße Asseln und Springschwänze in das Terrarium einsetzte (als "Bodenpolizei"), um die Reiningung etwas einfacher zu haben.
Da man sich in Orchideenkreisen bemüht diese Tiere von den Pflanzen fern zu halten, kam mir das mit dem zweiten Terrarium sehr entgegen.
So richtete ich ein neues Terrarium ein, wo ich wieder einiges dabei lernte wie z.B. - immer Handschuhe anziehen beim Verarbeiten von Bauschaum - nicht mit dunkelbraunen Epoxydharz sich Haarsträhnen aus dem Gesicht wischen (weil man dann ausschaut wie ein Indianer auf dem Kriegspfad) - man muss verdammt fix sein, wenn man mit Epoxydharz arbeitet und darf nicht zuviel auf einmal anmischen usw. Das Terrarium ist 70cm breit, 40cm tief und 80cm hoch. Hat innen eine, aus Styropur, Bauschaum, Epoxydharz, Torfspähne und halbierten Blumentöpfen gebastelte, Rückwand. Es hat einen "Pool" der ca 5L Wasser fasst (mit Heizung und Filter) mit Bodengrund und ganz vielen Pflanzen drin. Einen Kletterbaum mit einigen Bromelien dran bammeln, eine Philodendronschaukel und Belüftung mittels 2 PC-Lüftern. |
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Ich las dann, dass man die Riedfrösche doch lieber in Gruppen hält und nicht allein. Also war die Aufgabe herauszufinden, wo ich nun solche Fröschleins noch her bekomme. Das Terrarium war mittlerweile eingefahren (erst ohne Frösche) und Manfred hatte danach die ersten Erkundungsrunden gedreht. Auf einer Terrarienbörse hatte ich Glück und fand tatsächlich noch 2 Frösche der gleichen Art. Ein Pärchen (Emma und Willi). Als ich Willi sah, wusste ich - Manfred ist ein Weibchen - nungut - irren ist menschlich. Willi (also die Männchen generell sind wesentlich kleiner als die Weibchen. Das untere Foto zeigt Willi im Vergleich mit einem Buntstift. Emmas Besonderheit - sie hat wunderschön farbige Inenschenkel. ![]() |
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| Wer mich kennt weiß, dass wenn ich was mache, dann gleich richtig ... Also blieb es nicht bei den 2 neuen Fröschen. Es kamen noch Brunhilde (demnächst auch Bruni genannt) und Bruno hinzu.
Diese beiden, als Pärchen erstanden, gehören der Art Hyperolius argus an. Sind ebenso Riedfrösche und stammen aus dem gleichen Herkunftsgebiet. Nebenstehende Fotos wurden am Tag des Kaufes gemacht - da sitzen sie auf Küchenpapier, welches in der Transportbox lag. Anhand des Musters hat man eine ungefähre Größenvorstellung von den beiden. Bruno ist ein echter Winzling. Experten (aus dem Netz) und ich selber sind noch nicht ganz sicher ob Bruno wirklich ein Hyperolius argus ist oder eventuell doch ein Hyperolius pusillus (eine andere Art also). Ich werde abwarten und schauen wie er sich entwickelt. Als H. argus müsste er noch ne ganze Ecke wachsen. |
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Die ersten Tage der Froschbande im neuen Heim |
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Es zeigte sich recht bald, dass jeder der kleinen Fröschlein einen ganz eigenen Charakter hatte. Bruni, war nicht nur verfressen sondern auch sehr forsch.
Schon am ersten Tag erkundete sie das ganze Becken, wo hingegen alle anderen vorerst sich auf einem Blatt verkochen und sich erst aklimatisieren mussten. Breim Fressen ist sie immer die erste und sie stört sich auch wenig dran, wenn man ins
Terrarium fässt. Alle anderen hüpfen weg - sie schaut einen noch fordernd an, so nach dem Motto - wenn Du grad da bist kannste ja mal ... Hier seht ihr ein Bild wie Bruni grad ein Mico-Heimchen anvisiert. Dieses wurde zuvor mit Calcium- und Vitamin-Puder fein eingestäubt - daher ist es so schön weiß. Manfred mag die Heimchen gar nicht er frisst ausschließlich Stummelflügelfliegen. ![]() |
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| Neben ihrer sehr offenen Art hat Bruni noch eine Besonderheit. Nachts, wenn sie jagt (siehe Bilder oben) sind ihre Punkte orange bis cremefarben gefüllt.
Tagsüber, wenn sie schläft, werden ihre Punkte ganz weiß. Wie man auf unterem Bild erkennen kann hat auch Bruni einen (derzeit grad kugeligen),weißen Bauch. ![]() |
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| Zu Bruno gibt es derzeit wenig zu sagen, außer, daß er sich mit dem wachsen noch arg in Zeug legen muss(er ist grad 1,5 cm groß) und daß er mittlerweile wesentlich aktiver geworden ist. Er liebt es, sich irgendwo zusammen zu kauern. Hat jetzt die Bromelien für sich entdeckt. | |||
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Manfred ist extrem scheu. Ihn muss man regelrecht suchen und man sieht ihn selten frei auf einem Blatt sitzen oder gar jagen.
Er ist auch längst nicht so cool wie Bruni. Wenn er sich aufregt, werden seine Hände und Oberschenkel ganz rot, welche normalerweise eher hell sind. Seit kurzem
hat auch er die Bromelien für sich entdeckt.![]() ![]() |
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Willi ist das Männchen zu Emma und Manfred. Er ist wesentlich kleiner als die Damen und ein richtiges kleines "Camäleon".
Habe noch nicht genau herausgefunden woran es liegt, aber er wechselt seine Hautfarbe von dunklem braun bis hellem grün. Sein Verhalten ist auch eher zurückhaltendend. |
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Zu Ostern 2010 bekam ich Hannibal und Shila geschenkt - ein Pärchen Hyperolius puncticulatus. Shila ist eher zurückhaltend, aber mit Ihrer sehr eleganten Augenzeichnung wunderschön anzusehen und Hannibal hat innerhalb der ersten 3 Stunden das ganze Terrarium "erobert" und gefressen wie ein Scheunendrescher. | |
| Fortsetzung folgt in Kuerze .... | |||